Neue Klettergriffe und Griffsets ergänzt!
Nach einigen Wochen ohne Klettern, was oft nur am
schlechten Wetter lag, haben wir uns kurzfristig dazu
entschlossen, aufgrund der stabilen Wetterlage, den
Salbit Südgrat zu bezwingen. Wir brachen zu Dritt am
18.08.2006 früh am Nachmittag auf und fuhren Richtung
Göschenen, wo wir nach einem 2.5 stündigen, sehr
anstrengenden Aufstieg zur Salbit Hütte, auf 2100m
Höhe, an unserem Ausgangslager ankamen. Da wir alle
seit längerer Zeit keine größeren Touren gemacht haben
war bereits der Anstieg sehr anstrengend. Umso mehr
freuten wir uns auf eine Warme Mahlzeit und ein
bisschen Schlaf. Am nächsten Morgen um 07.00h ging es
bei einem herrlichen Sonnenaufgang los.
Zum Startpunkt der Route benötigten wir ca. 1h.
Über eine sehr steile Moräne, und über teilweise noch
nasse Grasflächen ging es dann direkt zum Einstieg. Wir
alle waren ziemlich ausser Atem und spürten die
Auswirkungen der doch sehr dünnen Luft. Nach einer
kleinen Pause ging es dann los. Die ersten Seillängen
gingen problemlos, waren aber teilweise mit psychisch
anspruchsvollen (aufgrund der alpinen Abstände) Stellen
versehen. An der angeblich letzten Möglichkeit
abzuseilen (7. Seillänge) hatte einer unserer Begleiter
bedenken weiter zu klettern. Dennoch lies er sich
überreden und wir kletterten weiter. Interessanterweise
ging es bei dieser Kletterpartie nicht nur nach oben,
sondern mann musste an Einzelstellen ein paar Meter
nach unten klettern (was im Nachstieg aber auch im
Vorstieg aufgrund der exponierten Lage dieser Passagen
nicht immer angenehm war ) um die Türmchen zu
überqueren. Nach einer kleinen Pause aufgrund eines
Staus an der Abseilstelle ging es noch 3 Seillängen
nach oben, bis wir auch von einem halben Meter breitem
Grat, abenteuerlich in leicht überhängendem Gelände,
abseilen konnten.
Da wir alle ziemlich müde und erschöpft waren machten
wir eine kleine Pause auf dem Querband das wir nach dem
Abseilen erreicht hatten. Es bot ausreichend Platz
dafür. Nun hatten wir nur noch vier Seillänge vor uns.
Diese war laut Kletterführer als sehr einfach
eingestuft (4b - 4c). Sie hatte es jedoch in sich, die
Füsse schmerzten, das Atmen fiel schwer (in 2800m Höhe)
und die bereits zurückgelegten Seillängen stecken einem
in den Knochen, so dass wir noch einmal alle Kraft
mobilisieren mussten um den Gipfel zu erreichen.
Oben angekommen waren wir glücklich und machten
uns auf den
nicht weniger abenteuerlichen Abstieg der kein
Ende zu nehmen schien. Über einen 10 cm breiten Grat
und unangenehm steilen Wegen ging es hinab zum
Gletscher und weiter über die Muräne hinab über Salbit
Hütte, hinab ins Tal wo wir auf bereits dunklen Wegen
um 10.00h abends unser abgestelltes Fahrzeug
erreichten. Rückblickend war es eine schöne, lange und
sehr eindrucksvolle Tour die mit erheblichen
körperlichen und physischen Strapazen verbunden war.
Tags:Salbit Südgrat